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Rosi und Gernot stellen sich vor

Interview mit den beiden Restaurantleitern

Wie ist das eigentlich, in einem hochkarätigem Betrieb wie dem Eggerwirt zu arbeiten? Und was hält Rosi, die seit fast 40, und Gernot, der seit 23 Jahren im Geschäft ist, bei der Stange? Sie haben es uns in einem Interview verraten.
Magazin: Liebe Rosi, lieber Gernot, vielen Dank dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Gespräch. Zunächst einmal, ist es überhaupt in Ordnung, Sie einfach beim Vornamen anzusprechen? (Anm. der Red.: Rosi heißt eigentlich Rosa Gfrerer und Gernot mit Nachnamen Essl)

Gernot: Klar, so steht es auf unseren Schildern und so stellen wir uns den Gästen vor. Das schafft sofort eine gemütliche Atmosphäre. Ganz anders, als wenn sie mich plötzlich "Herr Essl" nennen würden. Und die Rosi, die ist sowieso für alle die Rosi!

Rosi: (lacht) Ja, das stimmt. Höflichkeit ist uns zwar wichtig, aber keine Förmlichkeit, die nur Distanz schafft.

Magazin: Wie lange sind Sie schon tätig im Hotelgewerbe und im Hotel Eggerwirt?

Rosi: Ich arbeite seit 1975 in diesem Bereich, das sind also... (rechnet kurz nach und erschrickt dann fast), ja das sind also schon fast vierzig Jahre! Die Zeit vergeht wirklich schnell.

Gernot: So ist das, wenn's Spaß macht, gell?

Rosi: Ja, genau (lacht).

Gernot: Bei mir sind's 23 Jahre, allerdings nicht alle hier. Wie viele bin ich aber ein Rückkehrer. Wir sagen immer: Es kommt einfach jeder wieder, weil's einfach schön ist da.

Magazin: Und was haben Sie damals gemacht? Wie lange ist das her?

Gernot: Das war mit 17 Jahren, damals war ich hier an der Hotelbar. War auch ein wirklich toller Job.

Magazin: Sie waren also eine Weile außer Haus. Wissen Sie noch, warum Sie zurückgekehrt sind?

Gernot: Natürlich. Das war kein Zufall oder dringende Notwendigkeit. Ich habe mich einfach erinnert, wie toll die Atmosphäre hier ist. Das Arbeitsklima ist hier ein ganz besonderes, das Team hält noch richtig zusammen. Auch die Beziehung zu den Gästen ist warm und vertraut, nicht so, wie man es in manch anderem Hotel heutzutage erlebt.

Rosi: Da stimme ich dir in allen Punkten zu. Noch dazu ist es einfach ein tolles Gefühl, in einem so schönem Haus, so einer traumhaften Umgebung arbeiten zu können.

Gernot: Ohje, das hört sich jetzt aber schon ein bisschen kitschig an.

Rosi: Ja, aber es stimmt doch.

Gernot: Ja, es stimmt.

Magazin: Wie denken Sie kommt es zu dieser guten Arbeitsatmosphäre?

Rosi: Es haben einfach alle Respekt voreinander. Keiner bevormundet den anderen, keiner wird einfach untergeordnet. Klar gibt es Chefs, aber hier behandeln wir uns komplett Hierarchie-unabhängig. Das betrifft auch die Arbeitseinteilung. Hier packen alle mit an, ich bin mir auch nicht zu schade, selbst die Gäste zu bedienen.

Gernot: Überhaupt, der Kontakt zu den Gästen ist uns wirklich wichtig.

Rosi: Ja, ich nenne das immer "aktive Kundenbetreuung". Klingt ziemlich wissenschaftlich, ich meine einfach nur: Wir sind immer für die Gäste da und nehmen uns immer und wirklich gerne Zeit für ein Gespräch. Das ist sicherlich eines unserer Leitprinzipien im Haus.

Magazin: Vorher habe ich mitbekommen, wie Sie einen Gast beim Namen angesprochen haben. Lernen Sie die Namen auswendig?

Rosi: Ja.

Gernot: Das hat man irgendwann einfach drinnen. Im Hotelgewerbe sind wir schließlich nicht einfach irgendwelche Dienstleister, sondern sorgen für das Wohl von Menschen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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