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Die Lungauer Troadkästen

 
 

Wenn Sie durch den Lungau reisen, werden Ihnen bestimmt die vielen malerischen, reich verzierten Häuschen auffallen. Mehr als 300 dieser so genannten Troadkästen sind bis heute erhalten und stellen eine Besonderheit des Salzburger Landes dar.

Wofür waren die Troadkästen da?

Die kleinen Getreidespeicher standen meistens in der Nähe eines Bauernhofes. Im Lungau war früher die frostfreie Zeit sehr kurz, so wurde im Monat Juli der Ertrag der Ernte in den Kästen gesammelt und gelagert. Zudem konnten die Besitzer des Troadkastens hier ihre Erntegeräte und weitere Utensilien trocken halten.

Wie sehen die Troadkästen aus?
Zu Beginn wurden die Troadkästen aus Holz angefertigt und mit Schwalbenschwanz-Verzinkungen versehen. Im 16. Jahrhundert löste der viel robustere Naturstein das Holz als Baumaterial für die Troadkästen ab. Vor allem im 18. Jahrhundert erlebten sie eine Hochzeit, als Maler aus dem italienischen Friaul die unscheinbaren Getreidekästen mit wunderschönen und farbenfrohen Ornamenten an den Seiten und an den Geschossen verzierten. Zahlreiche Malereien erzählen ganze Geschichten und bilden bekannte religiöse Szenen ab.

In den letzten Jahren wurden viele dieser Häuschen liebevoll restauriert. Auch in Sankt Michael können Sie sich einen der zahlreichen Lungauer Troadkästen anschauen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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