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Eggerwirt Journal
 
 
 
 

Die Kraft der Meditation

 
 
Das Meditieren kann Sie nicht nur glücklich und zufrieden stimmen, sondern sogar Krankheiten heilen. Wie, das weiß die moderne Medizin heute in Ansätzen zu erklären. Doch noch immer bleibt viel zu erforschen.
Sich in eine gemütliche Körperhaltung begeben, die Augen schließen und die Gedanken fließen lassen. Spüren, wie der Kopf am Anfang noch die verschiedensten Eindrücke des Tages verarbeitet. Nach und nach kehrt Ruhe ein. Eine Entlastung für Körper und Geist: Endlich ist es erlebt, sich auszuruhen und die Gedanken schweifen zu lassen: Das ist Meditation.

Viele haben dazu ein Bild von einem im Schneidersitz hockenden Yogi im Kopf, der Zeigefinger und Daumen zu einem Kreis formt und ein lautes „Ommm“ vor sich hin summt. Auch wenn es diese Form der Meditation tatsächlich gibt, ist es nur eine Variante und für Sie keineswegs eine Vorgabe. Meditation kann in den unterschiedlichsten Positionen stattfinden, ja sogar: In Bewegung. Doch das ist ein eigenes Kapitel.

Heilsam für Körper und Geist

Das Meditieren ist heilsam für Körper und Geist, kann in schwierigen Lebenssituationen helfen, aber auch zum Lösen einzelner Probleme beitragen. Doch lange Zeit hatte die Meditation im Westen ein Imageproblem. Viele sahen diese Form der vollkommenen Entspannung als etwas Esoterisches an, dem man keine Bedeutung zumessen dürfte. Inzwischen ist die Medizin weiter und es steht fest: Die positiven Effekte, die durch die Meditation erzielt werden können, entsprechen wissenschaftlich messbaren Fakten.

Friedrich Schiller schrieb in seinem Drama „Wallenstein“ bereits Ende des 18. Jahrhunderts: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut.“ Mit anderen Worten: Unsere gesundheitliche Verfassung stützt sich auf unsere geistige Gesundheit und unser psychisches Wohlbefinden. Heute gibt es einen eigenen wissenschaftlich erprobten Fachbereich – die Meditationsforschung – die beweist, wie richtig Schiller mit dieser Annahme lag. Die Seele kann tatsächlich darüber bestimmen, wie es uns körperlich geht.

Jahrtausende altes Wissen

Lange vor Schiller wusste man in Indien Bescheid: Der Buddhismus entwickelte sich bereits im 5. oder 4. Jahrhundert vor Christi, der Hinduismus im Laufe des 2. Jahrhunderts vor Christi. Die Meditationstechniken, die wir heute kennen, stammen aus diesen beiden Religionen, die den Menschen seit Jahrtausenden dabei helfen, Harmonie in Körper und Seele zu bringen.

Heute kann die moderne Medizin erklären, was man damals einfach intuitiv und durch die eigenen Erfahrungen wusste. Sogar die These der Buddhisten und Hinduisten, die Meditation könne sogar zur Heilung von körperlichen und psychischen Krankheiten helfen, gilt heute als belegte Tatsache. Natürlich heißt das nicht, dass man eine Krankheit ganz einfach „wegdenken“ könne. Doch das Meditieren hat einen Einfluss auf unsere Gesundheit, der heute erst nach und nach von Ärzten und Psychologen erkannt und vor allem anerkannt wird. 

Medizinisch messbare Effekte

Speziell Neurologen und Neurowissenschaftler, also jene Mediziner, die sich mit dem Zusammenhang zwischen den Nerven mit dem ganzen Körper und der Psyche beschäftigen, setzen mehr und mehr auf die Meditation. In Kliniken erzielen Achtsamkeitstrainings und Meditationstherapien erstaunliche Wirkungen – Krankheitssymptome verschwinden. Es geht also keineswegs mehr (nur) um eine spirituelle Erleuchtung, sondern um medizinisch messbare gesundheitliche Verbesserungen.

Am Massachusetts General Hospital ist bereits das Praxis, was für manche Krankenhäuser noch Zukunftsmusik darstellt: Hier setzten 15 Frauen und Männer ihren Geist wie eine Arznei ein. Ihre Angststörung sollte durch einen achtwöchigen Kurs zur Achtsamkeitsmeditation gelindert oder gar geheilt werden. Mit großem Erfolg: Alle konnten sie nach den acht Wochen ihre Ängste besser beherrschen, waren ausgeglichener und fröhlicher. Symptome wie der chronische Schlafmangel verschwanden nach und nach.

Unser "Gefühlszentrum" wird besser durchblutet

Physiologisch lässt sich das mittlerweile über Hirnstrommessungen erklären: Die vordere Hirnrinde, der sogenannte präfrontale Kortex, ist in unserem Kopf einer der verantwortlichen Teile für unsere Gefühle. Genau dieser wird durch das regelmäßige Meditieren verstärkt durchblutet. Zudem entstand bei den Patienten in Massachusetts eine stärkere Verbindung zwischen dem präfrontalen Kortex und der Amygdala, dem Angstzentrum in unserem Gehirn. 

Die Psychologin Britta Hölzel erklärt: „Über einen Gehirn-Scanner kann man wirklich zusehen, wie das Meditieren die Angst vertreibt. Der präfrontale Kortex nimmt die erhöhte Aktivität der Amygdala wahr. Das bewirkt, dass der Mensch ruhig wird und die Dinge nimmt, wie sie sind.“ Die Zufrieden- und Ausgeglichenheit werde so gesteigert.
Auch in vielen anderen Studien wird derzeit gemessen, welche Auswirkungen das regelmäßige Meditieren auf unseren Geist und unseren Körper nehmen kann und wie weit die Heilungsmöglichkeiten tatsächlich reichen.


Neugierig geworden? Dann bleiben Sie dran: In diesem Magazin erscheint schon bald ein Artikel, wie Sie selbst im heimischen Wohnzimmer in die heilsame und entspannende Welt der Meditation hineinschnuppern können. Mit oder ohne „ommm“.


Quellen: Die Zeit; Spiegel Online

Copyright Foto: Hotel Eggerwirt
 
 
28.10.2014
verfasst von Wellnesshotel Eggerwirt
 
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