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Eggerwirt Journal
 
 
 
 

Zwei Übungen für einen tiefen Atem

 
 
Es ist das erste, was wir tun, wenn wir aus dem Mutterleib „schlüpfen“ und es begleitet uns das ganze Leben lang. Noch wichtiger als schlafen, essen und trinken ist für jeden von uns eine einzige Tätigkeit: Atmen.
Hand aufs Herz – die meiste Zeit beschäftigen wir uns nur sehr wenig bis gar nicht mit diesem Prozess, der doch letztlich verantwortlich dafür ist, dass wir überhaupt auf dieser Welt wandeln und leben können. Es passiert automatisch und unbewusst.
Yoga selbst haben wir Ihnen in einem vergangenen Artikel bereits etwas näher erläutern dürfen. Denn tatsächlich besteht die aus Indien stammende Lehre aus mehr als „Ommm“ und ein paar Turnübungen. Es handelt sich um eine eigene Lebensphilosophie, mit der es wirklich jeder (!) Mensch schaffen kann, zu seiner inneren Mitte zu finden und entspannen zu lernen.

Ein sehr wichtiger Bestandteil des Yogas befasst sich mit genau dem Prozess des Atmens, der jeden von uns von der ersten Sekunde nach der Geburt an begleitet. Das merken Sie schon beim ersten Yogakurs, sollten Sie einen belegen oder schon belegt haben. Denn keine einzige Übung oder auch Asana, wie die Yogis sagen, funktioniert ohne die richtige Atmung.
Atmen gehört also zum Yoga dazu. Wer eine Weile Yoga praktiziert, der wird bald erkennen: Das Yoga gehört fast schon zum Atmen. Freilich kann jeder atmen, man muss es nicht lernen.

Was man aber lernen kann, sind Techniken, mit denen erstaunliche Wirkungen auf den und im ganzen Körper erzielt werden können. Yoga ist dabei nicht die einzige Lehre, die Atemtechniken enthält – aber ein sehr schöner Weg, einen persönlichen Zugang zu diesem wertvollen Wissen zu erlangen.

Zusammenspiel aus Fühlen und Atmen

Wenn wir uns erschrecken, halten wir die Luft schlagartig an. Wenn wir tief bedrückt sind, fangen wir an zu weinen und brauchen für diesen Prozess ganz besonders viel Sauerstoff, unsere Atmung wird intensiver. Wenn wir uns unter Stress gesetzt fühlen kann es sogar passieren, dass wir zu flach und zu wenig atmen. Die fatale Folge: Zu wenig Sauerstoff gelangt ins Gehirn, die Stresssituation wird verstärkt. Sie sehen: Gefühle und der Atem, diese beiden Komponenten hängen ganz eng zusammen.

Auch die Medizin hat längst wissenschaftlich bewiesen: Ein ruhiger und gleichmäßiger Atem ist für unsere Gesundheit maßgeblich. Denn nicht nur beruhigt sie uns, sie harmonisiert unseren Körper und damit auch unseren Geist. Eine flache Atmung bewirkt das Gegenteil: Nervosität, Stress, Verspannungen oder sogar Schmerzen setzen ein.

Ganz wichtig: Tief atmen

Bei einer sogenannten „Vollatmung“ werden vom Zwerchfell über die Brust bis zum Schlüsselbein alle Körperteile miteinbezogen. Durch die Bauchatmung nutzen wir erst die volle Kapazität unserer Lungen – die Brustatmung dagegen sorgt zwar für eine rasche Zufuhr von Sauerstoff, spannt jedoch unseren ganzen Körper an und kann auf Dauer im schlimmsten Fall einen zu geringen Sauerstoffgehalt in unseren Lungen und damit unserem Blut bewirken. Die Schlüsselbeinatmung ist dem ähnlich. Alle drei dieser Atmungsvarianten kombiniert bilden eben die Vollatmung – hier arbeitet der ganze Körper für ein gesundes und harmonisches Gleichgewicht.

Den Tipp, sich hinzusetzen und tief ein- und auszuatmen (beispielsweise vor einer Rede oder einer ähnlichen Situation, in der man aufgeregt ist), kennen Sie vermutlich schon. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man die Augen schließt, und ganz befreit und bis in den letzten Bauchwinkel ein- und wieder ausatmet. Wir spüren das Blut in uns rauschen und unseren Kreislauf in Bewegung. Wieder fällt es einem ein: Atmen ist leben.

Yogaübungen für eine tiefe Atmung

Wenn Sie jedoch gerne noch etwas tiefer in die Materie steigen möchten, helfen Ihnen diese Übungen, die aus dem Yoga stammen: 

Übung 1:
1.) Legen Sie sich auf den Rücken und legen Sie Ihre Arme locker neben Ihren Körper, die Handflächen nach oben. Strecken Sie die Beine aus oder beugen Sie sie mit den Fußsohlen auf dem Boden. Schließen Sie die Augen und versuchen Sie, mit dem ganzen Körper zu entspannen. 
2.) Legen Sie nun die Hände seitlich auf die Rippen mit den Fingern zum Brustbein gerichtet und beobachten Sie, ob und wie weit sich die Rippen unter den Händen heben und wieder senken.
3.) Legen Sie die Hände dann knapp unter das Schlüsselbein und beobachten Sie die Bewegung des Brustkorbs in diesem Bereich.

Übung 2:
1. Legen Sie sich auf den Rücken und lassen Sie Ihre Beine locker auseinander fallen. Legen Sie Ihre Arme entspannt mit nach oben gerichteten Handflächen neben Ihren Körper und entspannen Sie mit dem ganzen Körper. Schließen Sie die Augen.
2. Bewegen Sie beim Einatmen die gestreckten Arme auf dem Boden langsam zur Seite und hinauf, bis die Arme neben dem Kopf liegen.
3. Bringen Sie die Arme beim Ausatmen wieder neben Ihren Körper.
4. Für Fortgeschrittene: Versuchen Sie, beim Einatmen im Bauch zu beginnen und dann von der Brust bis hinauf ins Schlüsselbein zu atmen. Beim Ausatmen geht das ganze dann vice versa.


Wenn Sie sich auf Ihren ganzen Körper und Ihre Atmung konzentrieren, werden Sie automatisch zu einer tieferen gesunden Atmung finden. Nehmen Sie sich dafür so viel Zeit, wie Sie brauchen.

Denn der wichtigste Leitsatz ist ganz klar: Kein Stress!


Quelle: Yoga im täglichen Leben
 
 
21.10.2014
verfasst von Wellnesshotel Eggerwirt
 
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