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Eggerwirt Journal
 
 
 
 

Damals und heute: Der Eggerwirt im Laufe der Zeit

 
 

Im Gespräch mit Albert Moser

Den Eggerwirt gibt es bereits seit 1640, ursprünglich als Landwirtschaft mit Gasthaus und immer schon im Familienbesitz...
Wie haben Sie, vor allem nach Ihrer Übernahme im Jahr 1984, die Anfänge erlebt?

Ich bin mit dem Eggerwirt aufgewachsen. Die Vision zum heutigen Betrieb war für mich immer schon sehr klar, die hatte ich bereits als 14-Jähriger. Ein Jugendtraum... aber ich wusste schon damals sehr genau, wie ich mir alles vorstellte, und bis zum letzten Zubau ist es auch so geworden.

Nach unserer Übernahme haben meine Frau und ich uns entschlossen, den Namen Eggerwirt bestehen zu lassen, weil er einfach Tradition vermittelt. Das zeigt, dass der Betrieb kein Hotel geworden ist, sondern dass wir bewirten möchten wie früher, wir folgen unserem Ursprung. Dieser ursprüngliche Charakter ist auch für unsere Gäste spürbar – alles, was sie sehen, ist echt und gelebt, und soll auch weiterhin mehr Bedeutung bekommen.

Meine Frau stammt auch aus der Branche, so haben wir im Laufe der Jahre alle Veränderungen zusammen geplant und uns dabei sehr gut ergänzt. Nach und nach ist der Eggerwirt mit den diversen Um- und Zubauten zu dem geworden, was er heute ist. Uns ist wichtig, dass unsere Gäste sehen, was mit ihrem Geld passiert, dass wir in ihrem Sinne und für sie wieder investieren.


Wie hat sich die Ausrichtung des Hauses seit den 1980er Jahren verändert?

Nach unserer Übernahme kamen anfangs vor allem Reisegruppen zu uns, um zu wandern. Wir haben uns dann Gedanken gemacht, wie wir uns sehen und in welche Richtung wir gerne gehen möchten, damit Veränderungen auch für uns lebenswert bleiben.

Wir haben das Haus im Laufe der Jahre also nach und nach vergrößert und zunächst zu einem Wander- und Erlebnishotel gemacht, unter anderem auch in einen Golfplatz und eben in Wellness investiert. Dann kam die Ausrichtung auf Familien hinzu, heute sind unsere Gäste all jene, die – mit Kindern oder ohne – Ruhe, Entschleunigung und Naturerlebnis suchen.


Bei verschiedenen Themen wie Wellness und Golf waren Sie in der Region schon sehr früh ein Visionär...

Ja, beides ist schon sehr früh gekommen, in den 90er Jahren. Golf habe ich 1973 in Amerika kennengelernt. Damals hatten wir fünf Fremdenzimmer und Golf im Lungau war eine reine Utopie. 1989 hat ein einheimischer Freund mich dann angesprochen, ob wir das gemeinsam versuchen wollen und 1992 haben wir schließlich den Golfplatz von St. Michael eröffnet.

Mit dem Begriff Wellness konnte ich am Anfang nicht wirklich etwas anfangen, aber wir haben uns gefragt: Wofür steht der Lungau? Wie möchten wir das Haus weiterentwickeln? Ruhe und Erholung standen da ganz oben, die Gäste müssen Kraft schöpfen können, damit sie das immer schnellere Leben verarbeiten können.

Unsere Idee war also, Ruhe und Entschleunigung mit dem regionalen Hintergrund des Lungaus zu fördern, und der Idee folgen wir bis heute!


Wie spielen Eggerwirt und Lungau zusammen?

Der Lungau steht in meinem Verständnis für Idylle, Ruhe. Durch die verschiedenen Seitentäler und unsere rund 59 Gebirgsseen, wobei wir unseren Naturbadeteich als 60. See bezeichnen, ist ein ganz besonderes Naturerlebnis möglich. Wir stehen nicht für Party, hier gibt es keinen Massentourismus. Ein Fernsehteam hat sogar einmal recherchiert, dass es im Lungau „mehr Rindviecher als Gästebetten“ gibt. Man lernt sich hier in dieser Landschaft und auch in unserem Haus wieder spüren.

Das ist es auch, was unsere Gäste dann zu Stammgästen macht, und mehr als die Hälfte von ihnen sind Stammgäste. Sie können zu sich zurückfinden, sich alleine mit der Natur auseinandersetzen, können abschalten.


Wie soll der Gast den Eggerwirt verstehen?

Er versteht ihn durchs Fühlen, durch die Emotion: Der Eggerwirt ist ein Rückzugspunkt in naturbelassener Region, diese Philosophie spiegelt sich im Haus überall wider und das ist für die Gäste spürbar. Unsere Mitarbeiter sind teilweise seit 25 bis 30 Jahren bei uns, und unser Gast wird sehr persönlich von uns betreut. Hier ist nichts gespielt, sondern alles selbst gelebt.

Wir als Familie sind für den Gast die zentralen Ansprechpartner, unser Einsatz bleibt gleich und wird sogar noch großzügiger, auch weil Christian Pritz nun als Hoteldirektor verschiedene organisatorische Agenden übernommen hat und uns unterstützt.


Und wie sieht die Zukunft aus?

Qualität vor Quantität: Im Falle des kommenden großen Umbaus im Wellnessbereich haben wir uns zum Beispiel klar entschieden, dass wir für unsere Gäste auf mehr Fläche mehr Möglichkeiten anbieten wollen statt zusätzliche Betten zu planen. Wir werden nicht größer, sondern noch vielfältiger und qualitativ hochwertiger.

Auch Regionalität und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger, sonst gibt es uns irgendwann nicht mehr. Mir liegt sehr am Herzen, dass wir wo möglich mit heimischen Produkten und Dienstleistungen arbeiten. Unsere Gäste schätzen das, auch in der Kulinarik – dort besinnen wir uns auf immer noch mehr Regionalität statt Internationalität. Auch der UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau ist ein gutes Signal in diese Richtung, so wird die Region unterstützt und wieder direkt erlebbar!
 
 
07.07.2016
verfasst von Wellnesshotel Eggerwirt
 
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