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Eggerwirt Journal
 
 
 
 

Bärlauch

 
 

Hoch aromatisch und verdauungsfördernd

Was hat der Name Bärlauch eigentlich mit Bären zu tun? Interessanterweise gibt es wirklich eine sinnvolle Erklärung dafür...

Das Kraut der Bären

Bären müssen nach dem Winterschlaf ihren Magen und Darm reinigen und suchen dann im Frühjahr gezielt Bärlauch. Bärlauch hat aber auch andere Namen wie Knoblauchspinat, Waldknoblauch oder Hexenzwiebel. Diese Namen weisen allesamt auf das intensive Aroma der Pflanze hin. Das Aroma kommt auch nicht von ungefähr, schließlich ist Bärlauch verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und eben Knoblauch. Bärlauch gehört zur Pflanzengattung Allium und ist ein Wildgemüse, das sehr gerne gesammelt wird, da es fast überall zu finden ist. Bärlauch wächst gerne in schattigen und humusreichen Wäldern, Auen und an Bächen. Bärlauch ist antibakteriell und gut für Kreislauf, Magen, Darm, Blutdruck und Cholesterin-Spiegel. Kopfweh, Schwindel und Müdigkeit kann man damit auch entgegenwirken.

Bärlauch richtig erkennen und sammeln

Wer Bärlauch sammelt, sollte genau hinsehen, denn eine Verwechslung kann böse Folgen haben. Die Blätter des Bärlauchs sehen nämlich auch den Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen ähnlich. Diese sind enorm giftig. So giftig, dass man daran sterben kann. Also aufgepasst und aufmerksam durchlesen! Das erste Merkmal für Bärlauch ist der Knoblauchduft. Der wilde Knoblauch, wie die Pflanze auch genannt wird, riecht eben genau nach diesem Aroma. Wenn man sich nicht sicher ist, reibt man die Blätter zwischen den Fingern und dann sollte sich der intensive Duft ausbreiten. Riecht es nicht nach Knoblauch, Finger weg!! Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlose sind geruchlos. Hat man diese Blätter berührt sollte man sich möglichst schnell die Hände waschen. Auch das Aussehen unterscheidet die Pflanzen, hier muss man allerdings etwas genauer hinsehen. Bärlauchblätter sind mattgrün, weich, mit deutlicher Gliederung und einer lanzettartigen Blattfläche. Der Blattstiel ist dünn und die Blätter wachsen einzeln aus dem Boden. Die Blätter des Maiglöckchens sind dunkelgrün, fest, glänzen auf der Blattunterseite und wachsen paarweise am Stengel. Blätter der Herbstzeitlose sind schmal, haben keinen Blattstiel und wachsen zu mehreren Blättern aus einem Stengel. Zwischen den Blättern befindet sich außerdem eine Samenkapsel. Das dritte Unterscheidungsmerkmal sind die Blüten. Bärlauchblüten sind weiß und nach oben wachsend. Maiglöckchenblüten sind ebenfalls weiß, aber haben viele kleine hängende Blüten. Herbstzeitloseblüten sind violett. Wer Bärlauch gesammelt hat, sollte ihn dann mit heißem Wasser gut waschen. Mikroskopisch kleine Fuchsbandwurm-Eier auf den Blättern können tumorartige Wucherungen in der Leber auslösen.

Der Rezeptklassiker – Bärlauchsuppe

Zutaten:
200 g frischer Bärlauch, 50 g Butter, 3 El Mehl, 1 l Rindsuppe, Salz, Pfeffer, 1 Schuss Zitronensaft, 1 Messerspitze Sardellenpaste, 1/8 l Sauerrahm, 2 El Schlagobers, 1 Messerspitze Muskatnuss, etwas Butter und Weißbrotwürfel.

Zubereitung:
Den gewaschenen und abgetropften Bärlauch mit dem Wiegemesser fein hacken. Dann Butter in einem Topf schmelzen lassen, Mehl einrühren und langsam mit Rindsuppe aufgießen. Den Bärlauch darunter rühren und die Suppe dann nochmals aufkochen. Dann nimmt man den Topf von der Herdplatte, bindet die Suppe mit Eigelb und rührt gut durch, bis sich die Suppe eingedickt hat. Dann stellt man die Suppe wieder auf die Herdplatte zurück und bringt sie sanft zum Köcheln. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Sardellenpaste abschmecken und Sauerrahm sowie Schlagobers einrühren. Zum Schluss mit Muskatnuss abschmecken und mit in Butter geschwenkten Weißbrotwürfeln heiß servieren.
 
 
07.04.2016
verfasst von Wellnesshotel Eggerwirt
 
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