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Eggerwirt Journal
 
 
 
 

Allerheiligenstrutzen

Lungauer Brauch

Der "Halingstrutzn", ein schöner Lungauer Brauch, gehört schon lange zu den Feiertagen um Allerheiligen und Allerseelen dazu.

Der „Allerheiligenzopf” ist ein Hefegebäck in Zopfform gebacken. Er besteht aus Mehl, Eiern, Backhefe, Butter, Rosinen und etwas Milch.

Im Lungau wird der "Heiligenstrutzen", wie ihn die Einheimischen nennen, von Tauf- und Firmpaten zu Allerheiligen ihren Patenkindern geschenkt. Doch wissen die meisten nicht, warum der "Heiligenstrutz-
en" eigentlich eine Zopfform hat.

Die Wurzeln dieses Brauches liegen bei den früheren Haaropfern der Frauen in den antiken Trauerkulturen. Diese schnitten ihre langen, geflochtenen Haare ab und gaben diese den Verstorbenen als Opfer mit ins Grab, um ihre Trauer auszudrücken. Später dann wurden die Armen mit dem "Heiligenstrutzen" beschenkt und für die Paten- und Firmkinder, die in bescheidenen Verhältnissen auf dem Land aufwuchsen, bedeutete dieses Geschenk einen "Ausgleich" zu den üblichen Tagen des Hadern und Sparens.

Heute ist das leckere Hefegebäck nicht mehr wegzudenken und alle Tauf- und Firmkinder freuen sich, wenn sie deren Paten mit der flaumigen Bäckerei besuchen.

 
 
01.11.2013
verfasst von Wellnesshotel Eggerwirt
 
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